Weltkirche

Mental Health im Fokus: Die CAJ Passau beim europäischen YCW-Seminar in Portugal

CAJ am 04.07.2026

Am Wochenende 02. - 05.07.2026 blickt der Diözesanverband Passau weit über die Landesgrenzen hinaus: Unser Diözesanleiter Merlin Schüllner vertritt unsere Passauer CAJ, sowie die Deutsche CAJ-Bewegung beim europäischen Seminar der IYCW (International Young Christian Workers) in Portugal. Im absoluten Mittelpunkt des Treffens steht ein Thema, das die Lebens- und Arbeitsrealität junger Menschen wie kaum ein anderes prägt: Mental Health – die psychische Gesundheit.

Druck in der Aus­bil­dung, Zukunfts­ängs­te, die stän­di­ge Erreich­bar­keit und die Belas­tun­gen des moder­nen Arbeits­mark­tes: Psy­chi­sche Gesund­heit ist längst kein Tabu­the­ma mehr, son­dern eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen für jun­ge Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer weltweit.

Wie gehen ande­re Län­der damit um? Wel­che Lösungs­an­sät­ze gibt es? Hier ist Mer­lins Bericht von einem inten­si­ven und hoch­re­le­van­ten ers­ten Tag:

Tag 1: Ankommen, Vernetzen und erste wichtige Impulse

Punkt 15:00 Uhr setz­te der Flie­ger in Por­tu­gal auf – und das The­ma des Semi­nars war sofort spür­bar. Bereits am Flug­ha­fen gab es ein herz­li­ches Will­kom­men und ers­te tie­fe Fach­ge­sprä­che mit den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der GiOC Ita­ly (der ita­lie­ni­schen CAJ) dar­über, wie die Situa­ti­on jun­ger Beschäf­tig­ter in Ita­li­en aussieht.

In der Unter­kunft ange­kom­men, ging der Aus­tausch naht­los wei­ter. In einem inten­si­ven Gespräch mit Sean Geh­rig aus dem inter­na­tio­na­len Team der IYCW bekam Mer­lin span­nen­de Ein­bli­cke, wie das The­ma Men­tal Health auf glo­ba­ler Ebe­ne ange­packt wird und wel­che Kon­zep­te die inter­na­tio­na­le Bewe­gung ver­folgt. Eine enor­me Inspi­ra­ti­on für unse­re Arbeit direkt vor Ort im Bis­tum Passau!

Gemeinsam stark: Zwei Weltbewegungen an einem Tisch

Nach dem Abend­essen fiel um 21:00 Uhr der offi­zi­el­le Start­schuss für das Pro­gramm. Nach einer ers­ten Ken­nen­lern­run­de und dem Aus­blick auf die Struk­tur der Woche wur­de schnell klar, wie viel Kraft in die­sem Semi­nar steckt: Die IYCW und die ICY­CW (Inter­na­tio­nal Coor­di­na­ti­on of Young Chris­ti­an Workers) gestal­ten die­ses Tref­fen gemeinsam.

Gemein­sam für die Gesund­heit jun­ger Arbei­te­rIn­nen: Obwohl unse­re Deut­sche CAJ-Bewe­gung fest zur IYCW gehört, bie­tet die­ses gemein­sa­me Semi­nar mit der ICY­CW die ein­ma­li­ge Chan­ce, Kräf­te zu bün­deln. Wenn es um die psy­chi­sche Gesund­heit der Jugend geht, gibt es kei­ne Ver­bands­gren­zen. Hier ver­net­zen wir uns inter­na­tio­nal, um gemein­sam Stra­te­gien gegen Über­las­tung und für gesun­de Arbeits­be­din­gun­gen zu entwickeln.

Der ers­te Abend klang mit vie­len tief­grün­di­gen Gesprä­chen und neu­en Begeg­nun­gen aus. Es wur­de viel gelacht, aber auch ernst­haft dis­ku­tiert – ein per­fek­ter Auf­takt für ein Wochen­en­de, das der Gesund­heit und den Rech­ten jun­ger Men­schen gewid­met ist.

Tag 2: Mindmaps, Social Media und eine starke Gemeinschaft

Nach dem inspi­rie­ren­den Auf­takt ging es für unse­ren Diö­ze­san­lei­ter Mer­lin Schüll­ner direkt ans Ein­ge­mach­te. Der zwei­te Tag des euro­päi­schen Semi­nars stand ganz im Zei­chen unse­res The­men­schwer­punkts Men­ta­le Gesund­heit aus dem Bun­des­ak­ti­ons­plan – und wie inten­siv die ver­schie­de­nen Lebens­be­rei­che unse­re psy­chi­sche Gesund­heit beeinflussen.

Hier ist Mer­lins kom­pak­ter Bericht vom zwei­ten inten­si­ven Seminartag:

Zwischen Arbeitsplatz und Social Media

Nach dem gemein­sa­men Früh­stück star­te­ten wir sofort in den Aus­tausch über unse­re eige­nen Erfah­run­gen. Mit­tels Mind­map­ping haben wir ana­ly­siert, wie stark Berei­che wie Arbeit, Schu­le, Fami­lie und Hob­bys unse­re men­ta­le Gesund­heit prägen.

Am Nach­mit­tag teil­te sich das Semi­nar in zwei Arbeits­grup­pen auf:

  • Men­tal Health am Arbeits­platz: Hier dis­ku­tier­ten wir per­sön­li­che Erfah­run­gen und die kon­kre­ten Her­aus­for­de­run­gen im Arbeitsalltag.
  • Der Ein­fluss sozia­ler Medi­en: Die­se Grup­pe nutz­te unse­re bewähr­te Metho­de ​„Sehen – Urtei­len – Han­deln“, um den digi­ta­len Druck zu beleuch­ten und kon­kre­te Hand­lungs­mög­lich­kei­ten für den All­tag zu erarbeiten.

Gelebte Internationalität und ein Abend in Lissabon

Beson­ders schön: Die sprach­li­che Viel­falt war über­haupt kein Hin­der­nis! Obwohl nicht alle Teil­neh­men­den Eng­lisch spra­chen, sorg­te ein enga­gier­tes Über­set­zer­team dafür, dass jede Stim­me gehört wur­de und alle ihre Rea­li­tä­ten ein­brin­gen konn­ten. Das hat unse­re inter­na­tio­na­le Gemein­schaft extrem gestärkt.

Zum Aus­klang eines pro­duk­ti­ven Tages mach­ten wir noch eine gemein­sa­me Rund­tour durch Lis­sa­bon, um die Ein­drü­cke sacken zu las­sen und die Zeit zusam­men zu genießen.

Tag 3: Visionen für die Zukunft und eine bunte Culture Night

Halb­zeit beim euro­päi­schen Semi­nar in Por­tu­gal: Am drit­ten Tag blick­ten unser Diö­ze­san­lei­ter Mer­lin Schüll­ner und die ande­ren Dele­gier­ten über den eige­nen Tel­ler­rand hin­aus. Auf dem Pro­gramm stan­den der Aus­tausch über natio­na­le Struk­tu­ren, die Refle­xi­on eige­ner Pri­vi­le­gi­en und gro­ße Visio­nen für eine gesün­de­re Welt.

Hier ist Mer­lins kom­pak­ter Rück­blick auf einen inspi­rie­ren­den Tag 3:

Von Strukturen zu neuen Visionen

Der Tag star­te­te mit der Prä­sen­ta­ti­on unse­rer Work­sh­op­er­geb­nis­se vom Vor­tag und einem span­nen­den Ein­blick in die Arbeit der Gast­ge­ber von der JOC Por­tu­gal. Beim anschlie­ßen­den Ver­gleich unse­rer natio­na­len Ver­bands­struk­tu­ren wur­de schnell klar, wie viel­fäl­tig die CAJ-Fami­lie auf­ge­stellt ist.

Inhalt­lich ging es danach tief ins The­ma Pri­vi­le­gi­en:

  • Wir haben reflek­tiert, wel­che Fak­to­ren unse­re eige­nen Lebens­rea­li­tä­ten unbe­wusst beeinflussen.
  • Der Aus­tausch zeig­te, wie unter­schied­lich unse­re Start­be­din­gun­gen im Leben sind und wie wich­tig es ist, ein­an­der unvor­ein­ge­nom­men zuzuhören.

Am Nach­mit­tag stand wie­der unse­re Metho­de im Fokus – genau­er gesagt der Schritt des ​„Urtei­lens“: Wie wür­de eine Welt aus­se­hen, in der men­ta­le Gesund­heit für alle mög­lich ist? Unse­re Visio­nen haben wir gemein­sam visua­li­siert und inten­siv dar­über dis­ku­tiert, wel­che gesell­schaft­li­chen Ver­än­de­run­gen wir dafür ansto­ßen müssen.

Ein Fest der Vielfalt: Die Culture Night

Den per­fek­ten Abschluss des Tages bil­de­te die tra­di­tio­nel­le Cul­tu­re Night. Mit lan­des­ty­pi­schem Essen, Musik, Bräu­chen und tol­len Gesprä­chen haben wir die Viel­falt unse­rer inter­na­tio­na­len Bewe­gun­gen gefei­ert. Ein unver­gess­li­cher Abend, der unse­re grenz­über­grei­fen­den Freund­schaf­ten noch ein­mal rich­tig zusam­men­ge­schweißt hat!

Tag 4: Vom Innehalten zum konkreten Handeln und Abschied nehmen

Der fina­le Tag des euro­päi­schen Semi­nars in Por­tu­gal läu­te­te für unse­ren Diö­ze­san­lei­ter Mer­lin Schüll­ner den End­spurt ein. Am Sonn­tag ging es um den ent­schei­den­den letz­ten Schritt unse­rer CAJ-Metho­de: das Han­deln – und dar­um, wie die For­de­run­gen jun­ger Men­schen end­lich Gehör finden.

Hier ist Mer­lins Rück­blick auf den bewe­gen­den Abschluss sei­ner Reise:

Vom Gottesdienst in die politische Aktion

Der Tag begann spi­ri­tu­ell und ver­bin­dend mit einem gemein­sa­men Got­tes­dienst. Ein schö­ner Moment, um nach den inten­si­ven Tagen noch ein­mal inne­zu­hal­ten, Kraft zu tan­ken und das Erleb­te zu reflektieren.

Direkt danach stand der wich­tigs­te Schritt unse­rer Metho­de im Mit­tel­punkt: das ​„Han­deln“. In den Arbeits­grup­pen haben wir uns zwei ganz zen­tra­len Fra­gen gestellt:

  • Wie kön­nen wir unse­re kon­kre­ten Lebens­rea­li­tä­ten aktiv in Euro­pa einbringen?
  • Und vor allem: Über wel­che Wege brin­gen wir unse­re Anlie­gen und For­de­run­gen zum The­ma Men­tal Health direkt zu den poli­ti­schen Entscheidungsträgern?

Ein Abschied voller Dankbarkeit

Für Mer­lin ende­te das Semi­nar die­ses Mal lei­der etwas frü­her als für die ande­ren Teil­neh­men­den. Aller Abschied ist schwer – und so misch­te sich beim Packen der Kof­fer auch ein biss­chen Weh­mut unter die Vor­freu­de auf die Heimat.

Mer­lin blickt mit rie­si­ger Dank­bar­keit auf die­se inten­si­ve, berei­chern­de Woche zurück. Er reist mit einem Kof­fer vol­ler neu­er Ideen, star­ker Kon­zep­te und inter­na­tio­na­ler Freund­schaf­ten ab. Wir im Diö­ze­san­ver­band Pas­sau freu­en uns schon dar­auf, die­se Impul­se gemein­sam mit euch in die Tat umzusetzen!

Schön, dass du unse­ren Ver­band so groß­ar­tig in Euro­pa ver­tre­ten hast, Merlin!

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